Gesundheitsförderung | Präventionsmedizin | Longevity

Erkrankungen vermeiden, frühzeitig erkennen und behandeln

Gesunde Langlebigkeit (Longevity) setzt voraus, dass Erkrankungen durch Selbstoptimierung vermieden beziehungsweise durch medizinische Services frühzeitg erkannt und geheilt werden. Besonders im Fokus stehen Gehirngesundheit (Brain Health) über alle Lebensphasen sowie das Vermeiden typischer Alterserkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen). Boedecker.Colleagues unterstützen niedergelassene Ärzte, Therapeuten, Kliniken, Apotheken und andere Akteure der Gesundheitswirtschaft, damit verbundene Chancen zu entdecken und über entsprechende Leistungsangebote zu realisieren. Ein wesentlicher Aspekt ist die Patientenkommunikation. Dabei dienen die Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Langlebigkeit (Longevity) auch als Möglichkeit zur Differenzierung und Premiumisierung. Bei allen Projekten nutzen wir auch unser eigenes Research. Dessen für die medizinische Prävention generell relevanten Ergebnisse verdichten wir auf dieser Seite.

Entsprechend dem Leitgedanken der Salutogenese rücken wir Leistungsangebote und Zusammenhänge in den Fokus, die umfassendes körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden erhalten. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln und implementieren wir passende Geschäftsmodelle und Strategien. Dies betrifft Krankheitsvorbeugung (Primärprävention), Krankheitsfrüherkennung (Sekundärprävention) sowie Nachsorge und Rehabilitation (Tertiärprävention). Aktuelle Studien zur Präventionsökonomie gehen davon aus, dass jeder in die Gesundheitsförderung investierte Euro bis zu vier Euro gesellschaftlichen Nutzen bringt.

Mittelfrist erscheint eine grundlegende Neubewerbung von Präventions- und Rehabilitationsmedizins auch außerhalb der Privatmedizin möglich: Seit dem Jahr 2008 haben gesetzlich Versicherte ab Vollendung des 35. Lebenjahres neben anderen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung auch Anspruch auf ein Hautkrebssceening, das im Abstand von jeweils zwei Jahren vorgenommen wird. Zudem können sie seit dem Jahr 2019 alle drei Jahre eine ärztliche Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchung („Check-up“) in Anspruch nehmen. Dabei stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankungen sowie Beratungen zum Impfschutz im Fokus.

Außerhalb der Regelversorgung werden für Privatpatienten und Selbstzahler werden zusätzliche ärztliche Leistungen wie ein erweitertes Premium Check-up mit High-End-Technologie und umfangreicherer Labordiagnostik angeboten sowie personalisierte Präventionskonzepte unter Einsatz von Supplements erarbeitet. Diese Leistungen lassen sich nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) beziehungsweise als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL-Leistungen) abrechnen. Insbesondere in ländlichen Räumen erscheint durch entsprechende Mehreinnahmen eine stabilere medizinische Versorgung möglich.

Erste Privatpraxen positionieren sich im Premiumsegment mit ganzheitlichen Ansätzen, die Akutversorgung und Präventivmedizien verbinden; sie wenden sich an Menschen, die ihre Gesundheit aktiv gestalten, wissenschaftlich fundierte Strategien umsetzen und langfristig Lebensqualität gewinnen möchten.

Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten (früher „Offene Badekur“) wurden im Jahr 2021 mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) von Ermessens- in Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) umgewandelt. Dadurch werden mindestens die Kosten der kurärztlichen Behandlungen sowie 90 Prozent der Kosten für verordnete Heil- und Kurmittel übernommen. Der Gesetzgeber trägt damit dem besonderen Wert der Vorsorgeleistungen für die Gesundheit der Versicherten verstärkt Rechnung.

Longevity dürfte sich perspektivisch vom Fachgebiet einzelner Ärztinnen oder Ärzte zu einer generellen Grundhaltung der medizinischen Versorgung wandeln. Damit verschieben sich die Gewichte weiter von der kurativen Versorung erkannter Krankheiten hin zu Risikoprävention und frühzeitigem Gegensteuern. Im Markt für niederschwellige Gesundheitsservices wachsen gleichzeitig Nachfrage sowie Wettbewerb.

Diagnostik

Ganz allgemein werden sich digitale Biomarker, KI-basierte Risikoanalysen, Trendbeobachtungen, Verhaltensmedizin, Frühdiagnostik und patientenzentrierte Kommunikation zu Standards der medizinischen Versorgung entwickeln. Dieser Trend dürfte davon profitieren, dass durch Tracker und Apps immer mehr Daten verfügbar sind und sich über längere Zeiträume auswerten lassen. Bekannte Technologine wie Ganzkörper-MRT oder umfassendes Blutbild sind neu zu positionieren. Als innovativer Trend haben sich bereits kombinierte Ansätze aus Gerodiagnostik und Gerotherapeutik herausgebildet: Zunächst wird dazu unabhängig von den chronologischen Lebensjahren das biologische Alter des Körpers ermittelt. Dies ist beispielsweise durch epigenetische Tests (chemische Veränderung der DNA) oder Bestimmung der Telomerlänge (Hinweis auf die Fähigkeit zur Zellerneuerung), aber auch die Analyse von bereits länger bekannten Biomarkern möglich. Darauf aufbauend lassen sich dann personalisierte Therapien entwickeln, um die Zellalterung zu reduzieren bzw. die natürliche Zellerneuerung zu unterstützen.

Präventive Behandlungen

Hinsichtlich der gezielten Beeinflussung der Zellalterung werden unter anderem Infusionsen („IV-Drips“) von Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren vermehrt angeboten. In den letzten Jahren hohe Beachtung fand in diesem Zusammenhang Nicotinamidadenindinukleotid (NAD). Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Coenzym, das Einfluss auf Geist, Schlafqualität und Immunsystem hat. Durch NAD + Infusionen soll der gesunkene Spiegel im Bedarfsfall wieder aufgefüllt werden. Positive Erfahrungen mit dem entsprechenden Wirkstoff bestehen in der psychiatrischen Burnout- und Depressionstherapie.

Fastenkuren

Auf langen Traditionen basierende Konzepte wie das Heilfasten werden nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen bis zur „Longevity Clinic“ mit ärztlicher Begleitung für körperliche und mentale Gesundheit ausgebaut. Ein wesentliches Aspekt ist dabei die Zellreinigung (Autophagie). Wachsende Bedeutung gewinnen Beratungsangebote zu Ernährung und Stressbewältigung.

Kliniken

Auch das Geschäftsmodell von Kliniken für Prävention und Rehabilitation (Reha) lässt sich unter dem Gesichtspunkt von gesunder Langlebigkeit beziehungsweise Longevity optimieren. Von Boedecker.Colleagues dazu erstellte Konzeptideen einer integrativen Medizin haben ein umfassendes körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden zum Ziel. Sie orientieren sich an den im Gesundheitswesen generell anerkannten sechs Qualitätskriterien sowie dem Gedanken der Tertiärprävention. Neben typischen medizinischen Anwendungen einschließlich Naturheilverfahren und komplementärer Medizin beinhalten die Konzeptideen auch den Ausbau von Selbstbestimmungsmöglichkeiten (Befähigung, Empowerment) im Rahmen einer Kur. Dies betrifft primär die allgemeine Gesundheitsbildung zu Ernährung, Bewegung, Schlaf und emotionalem Ausgleich. Weitere Aspekte sind das spezifische Wissen um die eigene Situation sowie die persönlichen Fähigkeiten zum Entwickeln von individuellen Lösungskonzepten. Insbesondere bei der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen dürfte sich dieser Ansatz bewähren.

Apotheken

Öffentliche Apotheken haben im Jahr 2026 durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung (ApoVWG) die Möglichkeit erhalten, ihr Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx-Präparate) um Impf-, Test- und Präventionsangebote zu erweiten. Insbesondere können sie ihr Impfungangebot erweitern, Schnelltests gegen bestimmte Erreger und Blutentnahmen zu diagnostischen Zwecken vornehmen. Auch sind ihnen neue pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) zur Prävention und Früherkennung von Erkrankungsrisiken (Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes) sowie Beratungen zur Rauchentwöhnung möglich. Teilweise beraten die öffentlichen Apotheken bereits in Ernährungsfragen und unterstützen häusliche Behandlungen durch sogenannte Therapiemanager. Insgesamt erhalten die stationären Apotheken zukünftig mehr Möglichkeiten, sich im Preiswettbewerb mit Online-Apotheken, Drogerieketten und (zukünftig wahrscheinlich auch) Lebensmittel-Einzelhandel über Leistungsangebot und Kundenbeziehung, Corporate und Personal Brands zu differenzieren.

Welche Geschäftsideen haben Sie zum Thema Prävention und Gesundheitsservices? Gern unterstützen wir Sie, das passende Gschäftsmodell zu entwickeln und zu implementieren. Nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf!

 

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